22. Juli 2014

Brennpunkt Innenstadt – Schlosshöfe

Deutlichster Beleg für eine gefährliche Entwicklung in der Präsenz des Einzelhandels unserer Innenstadt ist der für 2015 vorgesehene Umzug von Saturn aus der Heiligengeiststraße in die Schlosshöfe. Die Schlosshöfe, so die Aussage der ECE „sollen den Einkaufsstandort Oldenburg stärken und für die Zukunft weiter konkurrenzfähig halten.“ Demnach erreicht man dies also am besten durch eine substanzielle Schwächung der in ihrer Struktur noch längst nicht gefestigten Heiligengeiststraße.

Hinter einem opulenten Erscheinungsbild, das aber zugunsten des neuen Großmieters mal eben banalisiert werden wird (Beseitigung der Etagentransparenz), werden Mängel verborgen, welche sich in zunehmenden Leerständen äußern.

Unterschätzt hat offenbar auch die Politik den Konstruktionsirrtum im Versprechen des ECE. Nicht der Einkaufsstandort Oldenburg ist gestärkt worden, sondern – kurzfristig – das ECE durch den Einzelhandel.  Solche Löcher jetzt mit Großanbietern zu stopfen, führt das ehemalige Konzept ad absurdum.

„Der unaufhaltsame Wandel vom profilierten Fachgeschäft zum gesichtslosen Filialisten, vom standorttypischen Angebot mit Identität zum rabattdominierten Allerweltssortiment ist auch die Folge einer nicht stattfindenden Stadtentwicklungspolitik“, so Ivo Kügel als Mitglied des Vorstandes der FDP-Oldenburg-Stadt. Auch die schönste Fußgängerzone verliert an Attraktivität, wenn man nicht gute Gründe kennt, sie – und zwar immer wieder – zu besuchen.

Die Initiativen der Oldenburger Kaufleute sollten aktiv von der Stadtpolitik sowie der Stadtverwaltung unterstützt werden.

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