22. Januar 2016

Die Obergrenze

Es gibt eine Wahrheit, die bitter, aber nicht mehr zu leugnen ist: Die CSU gehört zu Deutschland. Und die Buam ham recht, natürlich brauchn mir a Obergrenzn. Aber doch nicht nur zweng dena grauslichen Fremden. Also Oldenburg braucht, gerade in dieser Jahreszeit, eine Obergrenze für unbeleuchtete Fahrräder. Bundesweit wäre eine Obergrenze für TV-Krimiserien vordringlich, und was ist mit dem Wetter? Regenobergrenze für Touristenzentren! Das geht nicht? Ja, darauf kommt es nun wirklich nicht an. Es macht sich aber gut, es zu fordern.

Möge doch der bayrische Löwe sich nach Karlsruhe wenden, wo die Verfassungshüter sehen sollen, wie sie aus dem § 16 a herausdröseln, dass der Flüchtling mit der Endnummer 7 willkommen ist, der mit Endnummer 8 aber von der Verfassung nicht mehr erfasst wird. Und das ist nur der Anfang. Konsequenterweise sollten wir jede Grundrechtsklausel mit dem Nachsatz versehen: “… solange es nicht für uns unbequem wird. Das Nähere regelt ein CSU-Parteitag.” Denn der hat ja das gesunde Volksempfinden in solider Erbpacht. – Eine Obergrenze für Dummheit wird freilich immer ein Wunschtraum bleiben. Host mi, Horstl?

Beste Grüße

Ivo Kügel

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