16. August 2018

FDP Oldenburg bezweifelt großflächige Stickoxidbelastungen in der Innenstadt

Der Kreisverband der FDP Oldenburg hält die gemessenen Schadstoffbelastungen an der Messstation Heiligengeistwall für völlig ungeeignet, um im Stadtrat über die Einführung einer Umweltzone zu entscheiden. „Wir zweifeln nicht an der Richtigkeit der Messwerte der stationären Messstation“, sagt der Pressesprecher und Umweltingenieur Gerd Lampel. „Aber wir glauben nicht, dass dies eine relevante, großflächige Belastung beweist. Vielmehr, muss man davon ausgehen, dass die Belastung räumlich begrenzt ist, ohne dass wir zur Zeit wissen, wo genau diese Grenzen verlaufen“, so Gerd Lampel weiter.

Vergleicht man Oldenburg mit Osnabrück, wo die Grenzwerte ebenfalls überschritten werden, fällt auf, dass dort größere industrielle Emittenten und Kraftwerke vorhanden sind, die in Oldenburg gänzlich fehlen. Noch eklatanter fällt der Unterschied zur Stadt Bremen auf, die über 2 Kohlekraftwerke, 2 Müllverbrennungsanlagen und einen Hafen verfügt, über die gewaltige Massen an zusätzlichen Stickoxiden, neben dem Verkehr emittiert werden. Trotzdem hält Bremen die Grenzwerte ein.

Auf der vorliegenden extrem schmalen Datenbasis wäre es aus Sicht der FDP Oldenburg unverantwortlich, eine Entscheidung gegen den Individualverkehr mit dieser Tragweite zu treffen, zumal ein Rückgang der Stickoxide über die nächsten Jahre erwartet wird.

Die Stadt muss nun endlich handeln und die Messwerte evaluieren. Ein erweitertes Messverfahren sollte die Ursachen für die vereinzelte Abweichung ermitteln, damit die betroffenen Bürger nicht weiterhin verunsichert werden.

 

Mit liberalen Grüßen

Gerd Lampel
Pressesprecher

Zurück zur Übersicht