30. Juni 2018

Tag der Energiewende in Oldenburg 2018

Am 9. Juni diskutierten Vertreter aus Politik,  Gewerkschaften und Bürgerinitiativen mit Bürgern aus Oldenburg über den Klimaschutz. Auf Einladung des Veranstalters, einem Team aus Studenten und Wissenschaftlern aus Oldenburg, ging man der Frage nach „Raus aus der Kohle – aber wie und wann ?“ Die FDP Oldenburg war durch unseren Pressesprecher und Umweltingenieur Gerd Lampel vertreten.

Die Diskussion zeigte deutlich, dass die trennenden Linien nicht nur zwischen gesellschaftlichen Gruppen, sondern auch zwischen den Generationen verlaufen. Jüngere Menschen forderten mit Nachdruck eine lebenswerte Perspektive für sich und nachkommende Generationen und mehr Engagement gegen die Erderwärmung von den heutigen Entscheidern. Dabei bestand weitestgehend Konsens, dass der Klimawandel auch für Oldenburg eine existenzielle Bedrohung darstellt. Bei der Frage nach den geeigneten Maßnahmen, gehen die Meinungen zum Teil weit auseinander. Gerd Lampel sieht im forcierten Ausbau der Erneuerbaren nicht die Lösung, wenn parallel der Netzausbau nicht Schritt halten kann. Während die Region Niedersachsen ihre Belastungsgrenzen bei den Windkraftanlagen oder beim Maisanbau erreicht hat, halten traditionelle Kohleregionen, etwa das Saarland die rote Laterne beim Windkraftausbau. Zu Recht warnen Elektrotechniker vor massiven Stromversorgungsproblemen, würden im Saarland die Kohlekraftwerke zeitnah vom Netz gehen. Es wird höchste Zeit für einen bundesweiten Masterplan „Energiewende“, fordert unser Pressesprecher, der eine Vielzahl isolierter Maßnahmen wie das EEG, das Atomausstiegesetz, den Wärmemarkt und den Verkehrssektor miteinbezieht und aufeinander abstimmt. Dieser sollte auch Stresstests mit einbeziehen, wie sie in der Finanzkrirse bei Banken eingeführt wurden, um die Belastbarkeit der Energieversorgungssysteme zu testen und Schwachstellen ausfindig zu machen. Die FDP setzt sich darüber hinaus für mehr marktwirtschaftliche Mechanismen bei de Strompreisbildung ein, um die Stropreise für die Bürger zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu erhalten.

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